Personalwesen und Führungslehre

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Neuigkeiten vom Lehrstuhl

Saludos de Santiago

Montag, 03.04.17

Heute, am 3. April 2017, ging es endlich los mit dem Seminar zum Management Deutsch-Chilenischer Wirtschaftsbeziehungen. Ziel des Seminars ist es, durch die virtuelle Zusammenarbeit zwischen deutschen und chilenischen Studenten interkulturelle Kompetenz zu erlangen. Das einwöchige Kick-Off-Meeting in Santiago de Chile soll die Grundlage für eine erfolgreiche Teamarbeit bilden. Morgens traf sich die Gruppe am Campus der Universität Talca in Santiago. Nach einer Begrüßung durch die leitenden Professoren aus Chile und Deutschland, sowie den Direktor der Universität Talca, hielt Dr. Oscar Landerretche einen spannenden Vortrag über die wirtschaftliche Entwicklung Chiles. Dabei wurden wichtige makroökonomische Variablen mit denen Deutschlands verglichen. Interessant war besonders, dass Chile als eine der am weitesten entwickelten Ökonomien Südamerikas gilt. Zum gemeinsamen Mittagessen ging man in Kleingruppen in nahegelegene Restaurants und ließ sich ein leckeres Studentenmenü schmecken. Am Nachmittag wurden die gemeinsamen Regeln der virtuellen Zusammenarbeit in den Teams ausgearbeitet und im Plenum diskutiert. Die Regeln betrafen vor allem die Häufigkeit gemeinsamer Videokonferenzen und die maximale Beantwortungszeit für WhatsApp-Nachrichten und E-Mails. Außerdem wurde festgehalten, wie sich ein Teammitglied zu verhalten hat, wenn es einen Termin oder eine Deadline nicht einhalten kann. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Tages wurde am Abend in Bellavista auf eine gelungene Zusammenarbeit angestoßen.

Bereits am ersten Tag wurden durch die Teambuildingmaßnahmen auch neue Freundschaften geschlossen. Die Stimmung zwischen den Teilnehmern war durchgehend positiv und die Teilnehmer gingen respektvoll miteinander um. Gleichzeitig zeigte sich die gegenseitige Neugierde an der fremden Kultur.

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Dienstag, 04.04.17

Am zweiten Tag stand ein Besuch bei der chilenischen Niederlassung von Siemens an. Nachmittags unternahmen einige der Studenten eine Bike-Tour durch Santiago.

Zunächst hat sich die Gruppe morgens am Campus der Universität Talca in Santiago eingefunden. Gemeinsam fuhren wir mit der Metro zur Niederlassung, wobei wir bereits das erste Abenteuer des Tages erlebten. Während der Rush-Hour in Santiago musste unsere Gruppe drei sehr volle Züge passieren lassen, bevor wir unseren Weg in kleinen Grüppchen aufgeteilt fortsetzten konnten.

Bei Siemens angekommen empfing uns der Personalchef Francisco de la Cerda herzlich und gab uns zu Beginn einen allgemeinen Überblick über das Geschäft in Chile. Anschließend hielt Fernando Gonzáles, der Abteilungsleiter für Energiemanagement, einen Vortrag über seine hiesige Abteilung.

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Nach einer kleinen Kaffeepause mit leckerem Snacks bot uns der Finanzvorstand Alberto Flores einige interessante Einblicke in sein Aufgabenfeld. Hieran folgend ergriff Francisco de la Cerda erneut das Wort und beendete den Siemensaufenthalt mit persönlichen Erfahrungen und Ratschlägen für die Studierenden.

Nachdem nachmittags in den einzelnen Gruppen die Seminararbeit strukturiert wurde, stand am frühen Abend für Herr Prof. Kühlmann, Frau Braun und acht deutsche Studierende eine Tour mit dem Fahrrad auf dem Programm. Die 3-sündige Route führte durch einige interessante Stadtviertel vorbei an mehreren Sehenswürdigkeiten und wir lernten viel über die Geschichte und Kultur der Hauptstadt Chiles.

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Abgerundet wurde der Tag mit einem spontanen Besuch in einem typisch chilenischen Restaurant. In entspannter Runde.

Mittwoch, 05.04.17 Universidad de Talca – Winery Casa Donoso

On our third day of the seminar we took a bus to Talca, which is the actual city of our partner university. On Campus, which is known for its beauty, sustainability and nature, we were welcomed by the dean of the faculty of businessBlog 3_Bild 1_Chile and economics, which included a nice breakfast and some interviews of our students by the local campus tv. The campus comprises eight faculties like agriculture, forestry, economics, law and social science, psychology, healthcare and art. Afterwards we learned about some key figures and degrees of the faculty of economics and business. During the following campus tour we also were shown the botanical garden, which is managed by a German gardener. The garden is a living space of several local animals like nandus, llamas, swamp beavers and black-necked swans. Furthermore, it is separated in many flora of different world regions. Afterwards the assistant manager of research institute of winery and related agriculture presented us the Chilean history of wine and gave us a guided tour through the self-financed institute. One of the actual projects is the effect-testing of chemical sprays on the grapes and resulting products.

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After a lunch in the casino of the university, we were introduced to thefaculty of applied agriculture. There we learned about the apple as a product, its quality management, its markets and how it is marketed globally.

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To continue in our program, we left for the winery Casa Donoso, a place with its own history and tradition. After a stroll in the vineyard and some selfies with the Chileans on the lookout point, we enjoyed the autumn-coloured scenery before we continued back to the production side. There we were taught about the different grapes, the harvesting, the process of production and filling as well as marketing and export rates. Finally the winery offered an extensive wine tasting of cabernet sauvignon, carmenere and sauvignon blanc in the beautiful scenery of the vineyard estate. Needless to say all of us bought some top vines as presents for our families to special offered price.

Donnerstag, 06.04.17

Wie der berühmte chilenische Schriftsteller Pablo Neruda (1904-1973) schon sagte: Wer alle Hügel von Valparaíso kennt, kennt die Welt. Unter diesem Motto machten wir uns am Donnerstag in die chilenische Hafenstadt auf. Um 09:15 fuhr der Bus von unserer Gastuniversität in Santiago ab, um zwei Stunden später in Valparaíso anzukommen. Nichtsahnend schliefen die meisten von uns, um auf halber Strecke unsanft von andauerndem und beständigem Hupen geweckt zu werden – chilenische LKW-Fahrer hatten wenig Verständnis für unseren erzwungenen Stopp an einer Mautstelle (Systemzusammenbruch und darauffolgender Ausbruch des chilenischen Temperaments). Wieder glücklich vor uns hinschlummernd trudelten wir ca. eine Stunde später in einer lebendigen und farbenfrohen Stadt ein. Unser chilenischer Mitstudent Ignazio führte uns über malerische und Kunstliebhaber-begeisternde Gässchen und Treppen in seine frühere Heimatstadt ein.

Valparaíso gilt durch seine Bedeutung für die Kunst-, Musik- und Literaturszene als kulturelle Hauptstadt Chiles. 2003 wurde der historische Stadtkern durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt hat 278.000 Einwohner; der in einer offenen Bucht des Pazifischen Ozeans gelegene Hafen ist einer der bedeutendsten des Landes.

In einer Hafenstadt zu Besuch lag der Wunsch nach Fisch und Meeresfrüchten nah – so entschieden wir uns, dem örtlichen Markt einen Besuch abzustatten. Nachdem eine der Marktfrauen das lautstarke Tauziehen um die Geldbeutel unserer Gruppe für sich entschieden hatten, konnten wir uns nach einigem Tischgerücke endlich hinsetzen und unser verdientes traditionelles Fischgericht genießen. Endlich Essen!

Nach einigem Bangen, ob das gebuchte Boot trotz zeitlicher Varianzen noch im Hafen liegen würde, ging es auf Hafenrundfahrt. Vom Boot aus konnten wir noch einmal die charakteristischen Hügel von Valparaíso in voller Pracht bewundern. Kurz nach unserem Ablegen wurden wir auf eine Sensation aufmerksam – der Hafen war voll von Seelöwen! Mit unserem Boot konnten wir sogar auf Tuchfühlung mit ihnen gehen.

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Zurück im Hafen gingen wir Souvenirjagd, um erschöpft aber glücklich in den Bus zurück nach Santiago de Chile zu steigen.

Nach kurzer Erfrischung im Hostel ging es mit dem Bus in das Restaurant „Los Buenos Muchachos“. In diesem wurde uns mit musikalischer Untermalung ein chilenisches Parilla-Dinner serviert: eine gemischte Fleischplatte auf einem Tischgrill mit Beilagen. Als Aperitif gab es den landestypischen Pisco Sour, um dessen Urheberrecht sich Chile und Peru bis heute streiten. Im Laufe des Abends konnten wir unterschiedliche traditionelle Tänze und Musikstücke aus allen Landesteilen bewundern. Ein besonders mutiger Mitstudent ließ sich von den Tänzerinnern auf die Bühne ziehen und legte eine mitreißende Tanzeinlage hin. Mit dem Dessert wurde die Tanzfläche allgemein freigegeben – sehr zur Freude unserer Professoren.

Um halb zwölf machte sich der Großteil unserer Gruppe in die Betten auf, einige besonders Tanzwütige konnten noch nicht von den lateinamerikanischen Rhythmen lassen und entschieden sich, da zu bleiben.

Freitag, 07.04.17

Der fünfte und letzte Tag unserer Kick-off Woche startete um 09:00 Uhr in unserem bereits vertrauten Seminarraum. Nach der Begrüßung durch Professor Kühlmann teilte sich der Kurs in die einzelnen deutsch-chilenischen Gruppen auf, um über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der deutschen und der chilenischen Herangehensweise an die Teamarbeit zu diskutieren. Hierbei wurden viele Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten deutlich, welche die Kursteilnehmer im Laufe der Woche erlebt haben. So wurde in der anschließenden Präsentation der Ergebnisse beispielsweise deutlich, dass es viele gemeinsame Werte und Vorstellungen darüber gibt. Auch die Herangehensweise, Aufteilung der Arbeit und technische Hilfsmittel sind weitestgehend identisch. Unterschiede gibt es jedoch beim Thema Pünktlichkeit, in der Diskussionskultur und auch das wissenschaftliche Arbeiten hat bei den Chilenen nicht den gleichen Stellenwert, wie für die Deutschen. Im Anschluss an diesen sehr angeregten und gewinnbringenden Austausch, bekamen wir Besuch von Pamela Valdiva, die bayerische Repräsentantin für Südamerika. In dieser Funktion ist sie verantwortlich für die Länder Argentinien, Chile, Peru und Kolumbien. Frau Valdiva hat uns in einer sehr interaktiven Präsentation einen interessanten Einblick in ihre Arbeit und die damit verbunden Schwierigkeiten und Chancen vermitteln können.

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Nach einem Mittagessen im beliebten In-Viertel “Bellavista”, ging unser Programm mit einer Feedbackrunde über den Verlauf der Woche weiter. Übereinstimmend waren sowohl die chilenischen, als auch die deutschen Studenten der Meinung, dass diese Woche eine tolle Erfahrung mit vielen inspirierenden und beeindruckenden Erlebnissen war. Besonders der interkulturelle Austausch und die sehr positive Stimmung während der Woche, werden lange in Erinnerung bleiben. Wie bei jedem neu implementierten Kurs gibt es auch hier Verbesserungspotenzial. Dabei war ein Vorschlag mehr Freizeitaktivitäten in das Programm mit aufzunehmen, damit sich die Studenten noch besser kennenlernen können. Der Tag klang in der “Art Gallery” der Fakultät mit einem “Pisco Sour”, einem chilenischen Getränk und Empanadas, gefüllte Teigtaschen, aus. Man munkelt, dass der ein oder andere Seminarteilnehmer danach noch im oben bereits erwähnten Bellavista-Ausgehviertel gesichtet worden sein soll. Damit ging eine erlebnisreiche und motivierende Woche zu Ende.


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